10 Jahre kult-IG – Die Kulturwoche 2026

Zum zehnjährigen Jubiläum des Kulturnetzwerks „kult-IG“ organisieren die Mitgliedsvereine eine abwechslungsreiche Kulturwoche vom 20. bis 31. März in Erftstadt.

Sich vernetzen und austauschen, sich bei Veranstaltungen besuchen und Projekte gemeinsam auf die Beine stellen, das war 2016 der Plan von Erftstädter Kulturvereinen. Zehn Jahre später kann die die „Interessengemeinschaft Kultur“, kurz kult-IG, zufrieden auf das Erreichte zurückschauen. Zusammen wurde unter anderem eine Webseite mit Veranstaltungstipps aufgebaut, eine Kulturmesse realisiert und gemeinsam mit der Stadt mehrfach das Sommernachtskino ausgerichtet. Die letzten Jahre hat das Netzwerk auch den „Erftstädter Kulturpreis“ ausgerichtet und ein Vertreter ist als Sachkundiger Einwohner im Kulturausschuss beratend tätig, um die Gedanken der freien Kulturszene einzubringen. 

Mit ihrer Kulturwoche möchte das Netzwerk nun erneut für die Kultur „trommeln“. „Dadurch werden nicht nur viele unterschiedliche Formate sichtbar, sondern auch die langjährige Vernetzung und wachsende Zusammenarbeit der Vereine“, sagt kult-IG Mitorganisatorin Simone Scharbert und Claudia Valder-Knechtges ergänzt: „Es ist wichtig ein starkes Zeichen für die Kultur zu setzen.“ Daher findet sich neben Theater, Lesungen, Workshops und Musik auch ein Nachmittag, der genau das weiter verstärken soll.  

Am 22. März um 15 Uhr wird im Pfarrzentrum St. Kilian das Treffen „Kulturretter gesucht“ angeboten. „Wer teilnimmt, kann den ehrenamtlichen Kulturtreibenden zeigen, wie wichtig unser Engagement ist und man kann sich vielleicht auch mit dem Kulturvirus infizieren lassen“, sagt kult-IG-Mitglied Monika Nießen-Horré lächelnd. Vor Ort wird in Gesprächs und Mitmachrunden nicht nur der Ist-Zustand der Kultur beschrieben. „Uns geht es auch darum, dass jeder neue Ideen einbringen kann“, betont kult-IG-Sprecher Günter Warmbier. „Kultur ist oft ein Teil einer Erinnerungsarbeit, die ebenso wichtig wie kleine Utopien und Visionen in diesen Tagen für ein gutes Miteinander sind“, erklärt Simone Scharbert.

Dreizehn Veranstaltungen haben die acht Vereine des Netzwerks organisiert. Los geht es am 20. März um 20 Uhr im Geske-Kulturhaus: Bernd Alois Zimmermann, Erftstadts großer Musikersohn und Karlheinz Stockhausen werden in einem Konzert gegenübergestellt. So trifft Kammermusik auf elektronische Klänge. Am 26. März um 19 Uhr geht es ins Dorfgemeinschaftshaus „Em Dörp“. Witzig und farbenfroh bringen die „Rheinischen Kirmestänze“ jene Spuren zum Klingen, die Bernd Alois Zimmermanns Bliesheimer Kindheit in seinem Werk hinterlassen hat. Am 21. März um 20 Uhr laden die jungen Autoren von Szene 93 mit einer neuen, humorvollen Geschichte unter dem Titel „Komm, flieg mit mir“ ins Studio 93 am Köttinger Kirchplatz ein. Am 23. März um 19:30 Uhr ist Agnieszka Lessmann im Köttinger Dorfleben zu Gast. Sie bringt ihren autobiografisch gefärbten Roman »Aga« mit, in dem sie das Schweigen von Überlebenden und das damit verbundene Leid von Nachkommen erzählt. Am 24. und 27. März bietet das Künstlerforum Schau-Fenster eine „Offene Zeichenstube“ im Stadthaus an, die viel kreativen Spaß verspricht. Am 25. März um 20 Uhr wird „Jazzin`Erftstadt“ der Band „Noomae“ eine Bühne im Geske-Kulturhaus bieten. „Noomae“ verbinden moderne Jazz-Einflüsse, Soul Grooves und RnB zu einem unterhaltsamen Mix. Am gleichen Abend lädt der Musikverein Friesheim dazu ein, einfach selbst aktiv zu werden. Bei ihrer offenen Musikprobe kann man in der ehemaligen Don-Bosco-Schule das sinfonische Blasorchester verstärken oder bei der Probenarbeit dem Dirigenten mal über die Schulter schauen.  

Am 27. März um 19:30 Uhr berichten Bettina Tanneberger und Thomas Fuß auf Einladung des Fördervereins der Stadtbücherei auf eindrucksvolle Weise von den Erftstädter „Stolpersteinen“ im Lechenicher Stadthaus. Das McKenna`s Theater spielt am 28. März um 20 Uhr im Geske-Haus eine mitreißende Version des antiken Klassikers „Sophokles“, bearbeitet von Bodo Wartke, und am 29. März um 15 Uhr das beliebte Märchen „Die drei kleinen Schweinchen“ in der Kleinen Bühne – beides organisiert vom Kulturkreis. Den Abschluss bildet die Band „Thompson Springs“ am 31. März um 20 Uhr im Studio 93. Die Band aus Chicago spielt „Western Rock“ und besticht mit ihrem charismatischen Frontmann Matt Smith.